Wer sich näher mit den Werken Diana Göttermanns beschäftigt, wird rasch erkennen, dass sich
etwas noch nie zuvor gesehenes vor dem Auge aufbaut. Sie sieht das Einzigartige in jedem
Menschen, erkennt die Individualität an und versteht es durch Bewegungen das wahrlich
Künstlerische des menschlichen Körpers einzufangen. Um ihre Vorstellungen, Ideen und Fantasien in Realität umzusetzen, entscheidet sie sich für ein Material, das ihre eigene Flexibilität widerspiegelt, den Gips.
Zunächst formbar, wird er später fest und lässt sich weiterverarbeiten. So steht der Gips symbolisch für die Gedanken des Künstlers: frei, wild und grenzenlos, die durch die Liebe zur eigenen Tätigkeit eine handfeste Realität erhalten.
Diana Göttermann ist sich bewusst, dass ihre Art des Handwerks eine wichtige soziale Komponente
enthält: denn es muss Menschen geben, die sich gipsen lassen wollen und sich zeitweise den
Erwartungen der Künstlerin hingeben müssen. Später erkennen sie, an welch bedeutendem
Kunstwerk sie teilhaben durften, denn jedes Kunstwerk ist ein Kleinod, einzigartig wie der Mensch, der abgebildet ist.
Und so erzählen die Bilder eine Geschichte. Schweigend maßen sie uns an, was wir von ihnen halten und fordern uns auf, innezuhalten und einen Augenblick ins jetzt einzutreten, um jene Kunstwerke auf uns wirken zu lassen.
Und ebenso weigert sich Diana Göttermann selbst oder ihre Kunst intellektuell begreifbar zu machen.
Sie versteht, dass Kunst eine Sprache des Herzens sein kann und darf, wodurch sie selbst in der Lage ist, die Körperkunst mit der Signatur ihres Herzens zu schmücken.
Jeder der empfänglich für die leise Sprache der Kunst ist, der ist herzlich eingeladen sich von den
Werken dieser großen Künstlerin berühren zu lassen.

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